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Kaspar

Theaterdiscounter

 © Karsten Schaarschmidt
bis 7. Jan 2018
Theaterdiscounter
Klosterstraße 44
10179 Berlin

Peter Handke

 

Kann man einen Menschen durch Sprechen, durch eine „Sprechfolterung“ wie Handke es ausdrückt, zu einer Identität bringen, die zufällig durch die gewählte Sprache und die ihr innewohnende Struktur bedingt wird? Am Anfang ist Kaspar eine Art autistisches Wesen mit einem unmittelbaren und grenzenlosen Bezug zu allem, was ihn umgibt. Am Ende ist Kaspar in die Wirklichkeit übergeführt und weiß auch, was er dabei verloren hat.

 

Diese Geschichte ist uns allen gemeinsam, auf sie fußt alles, was man Bewusstsein nennt. Empfindungen und Worte passen nicht zusammen, man kann den Worten nicht trauen, man kann sich höchstens in Sätzen zurechtfinden, dem eigenen Misstrauen nachspüren und entdecken, dass es immer weiter geht.

 

Lea Barletti und Werner Waas spielen dieses Spiel mit offenen Karten und lassen sich bei dieser Folterung zusehen, die eigentlich ein Weg ins Ungewisse ist. Die Frage ist hier auch: Wer manipuliert hier wen? Wer braucht wen zum Überleben? Wer ist wer und vor allem, warum?

 

Am Ende sind wir alle gleich und viel näher beisammen als wir das so gemeinhin behaupten würden. Wir sind alle Kaspar – man muss sich nur die Zeit nehmen, genau hinzuhorchen.

Besetzung
Von und mit Lea Barletti
Werner Waas
Mitarbeit Iacopo Fulgi
Harald Wissler

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