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Jewgeni Onegin

Komische Oper Berlin

 © Iko Freese drama-berlin.de
bis 19. Mai 2018
Komische Oper Berlin
Behrenstr. 55-57
10117 Berlin

Peter I. Tschaikowsky

 

Lyrische Szenen in drei Akten

Libretto von Peter I. Tschaikowsky und Konstantin S. Schilowski nach dem gleichnamigen Roman in Versen von Alexandr S. Puschkin

 

Intendant und Chefregisseur Barrie Kosky nimmt sich einer der ganz großen unglücklichen Liebesgeschichten der Opernliteratur an: Tschaikowskys „Jewgeni Onegin“. Nach seinem komödiantischen „Don Giovanni“ in der vergangenen Spielzeit beweist Bariton Günter Papendell nun in der Partie des tragischen Titelhelden, der durch die eigene Arroganz sein Glück verspielt, einmal mehr seine stimmliche und darstellerische Vielseitigkeit.

 

Über seinen Freund Lenski lernt Jewgeni Onegin auf einem Landgut zwei Schwestern kennen: die fröhliche Olga und die zurückhaltende Tatjana, die sich auf den ersten Blick in ihn verliebt. Als sie ihm in einem langen Brief ihre Liebe gesteht, weist Onegin sie jedoch zurück und flirtet demonstrativ mit ihrer Schwester. Lenski, empört über Onegins Verhalten, fordert den Freund zum Duell, das tödlich für Lenski endet. Nach einem unsteten Leben trifft Onegin Jahre später erneut auf Tatjana, die ihn nun durch ihre kraftvolle Ausstrahlung ganz gefangen nimmt. Doch Tatjana ist inzwischen gebunden. Glücklich, wie sie sagt ...

 

Kein Stoff der großen Oper, sondern die Gefühle von Menschen aus Fleisch und Blut, „ein Konflikt, der mich wirklich berührt“, schwebte Tschaikowsky vor, als er mit „Jewgeni Onegin“ den ersten Gipfel seines Opernschaffens erreichte. Poetischer Reichtum war dem Komponisten wichtiger als eine rasante dramatische Handlung. Warme, tiefempfundene Melodien, Chöre im russischen Volkston und ein farbenreich instrumentierter Orchesterklang entführen in die Innenwelten der Protagonisten, die - wie so oft bei Tschaikowsky - ihrem Schicksal nicht entfliehen können.

Besetzung
Inszenierung Barrie Kosky
2016
Musikalische Leitung Jordan de Souza
Bühnenbild Rebecca Ringst
Kostüme Klaus Bruns
Dramaturgie Simon Berger
Chöre David Cavelius
Licht Franck Evin

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