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Autorentheatertage

jedermann (stirbt)

Deutsches Theater

 © Georg Soulek Burgtheater
bis 13. Jun 2018
Deutsches Theater
Schumannstraße 13 a
10117 Berlin

Ferdinand Schmalz

 

Gastspiel Burgtheater Wien

mit englischen Übertiteln

 

Im Auftrag des Burgtheaters hat der vielfach preisgekrönte österreichische Dramatiker Ferdinand Schmalz das Spiel vom Sterben des reichen Mannes für das 21. Jahrhundert über-, fort- und neugeschrieben.

 

Er nimmt dem Text seinen fast schon liturgischen Charakter, spitzt die Dramaturgie des Originals zu, schärft die Konflikte, schraubt lustvoll an Sprache und Versmaß, bricht altertümelnde Klischees auf und erneuert die Ikonografie. So sind die Figuren nicht länger entrückter Teil einer christlichen Devotionalienschau, sondern gehen uns ganz direkt an. Der neue Jedermann ist kein „prächtiger Schwelger“, wie ihn der Teufel bei Hofmannsthal einmal nennt, vielmehr ein knallharter Geschäftsmann, den es nicht anficht, dass draußen vor seinem fest umzäunten Garten das Chaos tobt, das Kriegsrecht ausgerufen und mit Toten zu rechnen ist. Auch er wird den Weg allen Fleisches gehen, allerdings mit wenig Hoffnung auf das Himmelreich: „erlöst oder nicht, ist wirklich unerheblich“, Hauptsache, ein Sündenbock für unser schlechtes Gewissen ist gefunden …

Besetzung
Regie Stefan Bachmann
Bühnenbild Olaf Altmann
Kostüme Esther Geremus
Komposition & Musikalische Leitung Sven Kaiser
Choreographie & Körperarbeit Sabina Perry
Licht Friedrich Rom
Dramaturgie Hans Mrak

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