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Flying Steps & Osgemeos

Hamburger Bahnhof

 © Oliver Heinz
bis 2. Jun 2019
Hamburger Bahnhof
Invalidenstraße 50-51
10557 Berlin

Flying Pictures

 

Inszeniert von den Flying Steps und dem brasilianischen Künstlerduo Osgemeos, verbindet „Flying Pictures“ Elemente von Kunst, Musik und Tanz-Performance.

 

Wie würden Bilder klingen, wenn sie Musik wären? Wie würden sie aussehen, würden sie von Tänzern zum Leben erweckt? Und was entsteht, wenn sich die Künstler ihrer Zeit über Genregrenzen hinweg inspirieren und ihre Kunst verschmelzen?

„Flying Pictures“ setzt den Gedanken der gegenseitigen Inspiration und das Zusammenwirken verschiedener Kunstfelder fort. Im Zentrum von Modest Mussorgskys berühmten Klavierstück 1874 steht ein Ich-Erzähler, der durch die Galerieräume wandelt. Die zehn Bilder, die er auf seinem Gang durch die Ausstellung betrachtet, verkörpern dabei unterschiedliche musikalische Sprachen, die von jeweils verschiedenen Stilen und Ländern beeinflusst sind. Die Flying Steps versetzen diese Erzählung nach über 150 Jahren erstmals in eine visuelle Bewegung: Anstelle von Mussorgskys Ich-Erzähler treten Tänzerinnen und Tänzer auf einer multidimensionalen Bühne, die von mehreren Seiten aus betrachtet werden kann, in einer Choreografie aus Elementen des Urban und Contemporary Dance auf.

 

Das Komponisten-Brüderpaar Vivan und Ketan Bhatti, die seit 2009 mit den Flying Steps zusammenarbeiten und für „Flying Bach“ mit dem Echo Klassik-Sonderpreis ausgezeichnet wurden, adaptieren Mussorgskys klassische Komposition zu einer zeitgenössischen Interpretation, die den Beats und Rhythmen der Tänzerinnen und Tänzer entspricht. Das Musikstück wird abends von einem akustischen Ensemble gemeinsam mit dem deutsch-argentinischen Beatboxer MANDO live aufgeführt.

 

Auch das Bühnenbild rekurriert auf die Erzählung der „Flying Pictures“. Es ist geprägt von fantastischen Figuren und raumgreifenden Elementen, die das brasilianische Künstlerduo OSGEMEOS eigens für das Projekt entworfen hat. Die Werke von Victor Hartmann waren hierbei Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Neuinterpretation. Dass die zugrundeliegenden Gemälde größtenteils als verschollen gelten, ergab ein zusätzliches imaginatives, künstlerisches Feld. Tagsüber werden die Werke der OSGEMEOS in Form einer Ausstellung für die Museumsbesucherinnen und –besucher zugänglich sein.

 

Der Hamburger Bahnhof öffnet mit „Flying Pictures“ nicht nur abends seine Tore, sondern, so Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie, „unterstreicht sein interdisziplinäres Verständnis eines Museums der Gegenwart.“

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