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Feminista, Baby!

Deutsches Theater - Kammerspiele

 © Arno Declair
bis 29. Jan 2018
Deutsches Theater - Kammerspiele
Schumannstr. 13 a
10117 Berlin

nach dem SCUM-Manifesto von Valerie Solanas

 

Sie war die Frau, die auf die Pop-Art schoss. Im Juni 1968 wurde Andy Warhol von drei Pistolenkugeln lebensgefährlich verletzt, Jahre später starb er an den Spätfolgen des Attentats. Die Schützin kam aus dem Umfeld von Warhols Factory: Valerie Solanas. Nach ihren Motiven gefragt, antwortete sie: „Ich habe eine Menge schwerwiegender Gründe. Lesen Sie mein Manifest, und Sie wissen wer ich bin.“ Vier Monate später wurde ihr SCUM-Manifesto veröffentlicht: ein feministischer Text, radikal, voller Furor und zugleich voller Witz. Schon der erste Satz ist Programm: „Das Leben in dieser Gesellschaft ist ein einziger Stumpfsinn, kein Aspekt der Gesellschaft vermag die Frau zu interessieren, daher bleibt den aufgeklärten, verantwortungsbewussten und abenteuerlustigen Frauen nichts anderes übrig, als die Regierung zu stürzen, das Geldsystem abzuschaffen, die umfassende Automation einzuführen und das männliche Geschlecht zu vernichten.“ SCUM, das lasen die einen als Abkürzung für „Society for Cutting Up Men“ (Gesellschaft zur Vernichtung der Männer). Ebenso ist SCUM (Abschaum) die Selbstbezeichnung einer weiblichen, zukünftigen Elite, „dominierenden, sicheren, selbstvertrauenden, widerlichen, gewalttätigen, eigensüchtigen, unabhängigen, stolzen, sensationshungrigen, frei rotierenden, arroganten Frauen, die sich imstande fühlen, das Universum zu regieren.“

 

Tom Kühnel und Jürgen Kuttner werden sich mitsamt ihrem rein männlichen Cast Solanas' Zorn und Visionen aussetzen. Außerdem mit dabei: die wunderbare Christiane Rösinger, einstige Gründerin und Sängerin der Lassie Singers.

 

Besetzung
Regie Tom Kühnel
Jürgen Kuttner
Bühne Jo Schramm
Kostüme Daniela Selig
Musik Christiane Rösinger
Andreas Spechtl
Dramaturgie Claus Caesar
Mit Jürgen Kuttner
Bernd Moss
Markwart Müller-Elmau
Jörg Pose
Live-Musik Christiane Rösinger
Andreas Spechtl
Trailer
© Deutsches Theater Berlin

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