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Everybody can be everybody can not be

Ballhaus Naunynstraße

Everybody can be © Juan Saez
bis 31. Jan 2020
Ballhaus Naunynstraße
Naunynstr. 27
10997 Berlin

Eine Tanzperformance von Jao Moon

 

Auch wenn ich schlechte Laune habe, gehe ich mit strahlendem Lachen herum – denn in Deutschland ist es schlicht zu riskant als schlecht drauf, und damit als „gefährlich“, wahrgenommen zu werden. PRETENDING! Meine Kleider sind super akkurat. Denn, wenn Du als „anders“ und „arm“ angesehen wirst, gibt es keinen Respekt und damit keinen Schutz. PRETENDING! Überlebenstechnik.

 

Berlin war ein Versprechen: Mach Dein Ding! Sei wie und was Du willst! Freiraum, Gestaltungsmöglichkeit, Raum für Selbstentwürfe. Hier ankommen, jemand anderes sein, sich entwerfen. PRETENDING! Entfaltungstechnik. War das die Wirklichkeit? Für Wen? Jetzt hört sich das wie ein schlechter Werbeslogan an. Die Räume sind kleiner geworden. Wer darf wen kopieren, welches Sein behaupten? PRETENDING! Wer darf behaupten etwas anderes zu sein, als die Zuschreibung vorgibt? PRETENDING!

 

„Pretending“ ist die Geste des spätkapitalistischen Spiels, Geste des Überlebens, eine Geste im Zentrum postkolonialer Auseinandersetzung. Und „Everybody can be everybody can not be“ ist eine getanzte, comedianmäßig moderierte, queere Performance über Exotisierung, Aneignung, Sichtbarkeit und Mimikry im postkolonialen Berlin von Jao Moon.

 

Besetzung
Konzept und Choreographie Jao Moon
Mitarbeit Choreographie Kysy Fischer
Lichtdesign Emilio Cordero Checa
Video Juan Saez
Bühne Michi Muchina
Kostüm Billy Lobos
Musik Tobias Lee
Dramaturgie Lalo Gomes
Performance Francisco Bejarano
Martini Cherry Furter
Jao Moon
Amada Tinoco

Natasha Vergilio

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