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Eugen Onegin

Deutsche Oper Berlin

 © Bettina Stoess
bis 23. Mär 2019
Deutsche Oper Berlin
Bismarckstr. 35
10627 Berlin

Peter I. Tschaikowsky

 

Auf dem Landgut der Larins hängen die Schwestern Olga und Tatjana ihren Träumen nach. Ihre Mutter, die verwitwete Gutsherrin, und die Amme Filipjewna tauschen Erinnerungen an ihre frühere Jugend aus:

„Gewöhnung gab der Himmel uns, sie ist Ersatz für alles Glück.“ In solche Stimmung tritt der Klang eines Volksliedes. Die Landleute feiern Erntedank.

 

Der schwärmerische Poet und Gutsnachbar Lenskij betet die schöne Olga an. Bei einem seiner zahlreichen Besuche auf dem Larinschen Gut bringt er einen neuen Freund mit, Eugen Onegin. Dieser stammt aus der Petersburger Gesellschaft und hält sich in der Umgebung auf. Tatjana verliebt sich auf den ersten Blick in den charmanten, weltgewandten, aber auch zynischen Fremden.Noch in derselben Nacht gesteht sie ihm in einem leidenschaftlichen Brief ihre Liebe.Die Antwort Onegins, die er persönlich mitteilt, ist ernüchternd. In ruhigem, scheinbar gefühllosem, wenn auch freundlichem Ton erklärt er, zur Ehe nicht zu taugen.

 

Zu Tatjanas Namenstag veranstaltet Larina einen Ball, aus nichtigem Ärger über Lenskij, der ihn überredet hat, an dem provinziellen Fest teilzunehmen, provoziert Onegin den Freund, indem er Olga den Hof macht. Es kommt zum Eklat. Der eifersüchtige Lenskij fordert Onegin zum Duell. Selbst im Angesicht des Todes können die Freunde ihren Trotz nicht überwinden und sich zu einem versöhnenden Wort durchringen. Ohne es wirklich zu wollen, erschießt Onegin den Dichter.

 

Viele Jahre war Onegin im Ausland, auf der Flucht vor sich selbst und seinem Gewissen. Nach St. Petersburg zurückgekehrt, sieht er sich dem verbleichenden Glanz herrschaftlicher Welt gegenüber. Tief

aufgewühlt wird er, als er hier Tatjana wiederbegegnet. Sie ist die Gemahlin des Fürsten Gremin geworden. Onegin versucht, die einstmals Zurückgewiesene mit leidenschaftlichem Flehen für sich zu gewinnen. Tatjana gesteht ihm ihre Liebe. Aber sie bekennt sich gleichzeitig zu ihrer Ehe.

 

 

Besetzung
Inszenierung Götz Friedrich
1996
Musikalische Leitung Alexander Vedernikov
Bühne und Kostüme Andreas Reinhardt
Choreographie Stefano Giannetti
Chor und Orchester der Deutschen Oper Berlin

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