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Ein Spiel Namens Mut

ufaFabrik - Theatersaal

bis 30. Sep 2018
ufaFabrik - Theatersaal
Viktoriastraße 10-18
12105 Berlin

Michael Ojake

 

Berlin-Premiere

 

Koproduktion Ruhrfestspiele Recklinghausen,

ufaFabrik Internationales Kulturcentrum

 

Nigeria. Ein junger Mann kommt in sein Heimatdorf, bringt ein Huhn als Geschenk und teilt der Familie mit, dass er sich auf den gefährlichen Weg nach Europa machen wird.

Die Familie debattiert. Angst und Sorge, aber auch naive Vorstellungen vom Glück, das auf ihn wartet, halten sich die Waage. Aber wenn es einem gelingen kann, dann doch Ochuko, der schneller laufen kann als der Wind.

Es ist gerade die einfache, lapidare Art, in der die Geschichte erzählt wird, die das Stück authentisch macht. Man folgt Ochuko Station um Station auf seinem Weg, sieht dabei nicht die Bewegung, nur den Stillstand, die Ohnmacht, das Warten. In irgendeinem Hafennest, einem Lager, einem Amt, schließlich in einem Land, das letztlich so anonym bleibt wie alle diese Orte. Gerade dieser Zustand, in dem sich nichts mehr regt, öffnet den Blick für die Figuren. Zeigt Hoffnung, Verzweiflung, hilflose Phantasien, zeigt die Entwurzelung, die sie immer tiefer erfasst.

Der Schauspieler Michael Ojake debütiert als Autor und Regisseur, in Lagos geboren lebt er seit über 30 Jahren in Europa. Er sieht seinen Protagonisten als „Repräsentanten der migrantischen Gemeinschaft“ und benennt sehr klar seine Intention: „Ziel ist es, das Interesse für diesen einen anderen Menschen zu wecken. Wir alle sind irgendwann Fremde, Besucher, Migranten im Lauf unseres Lebens“. Ojake hat bereits 2011 in Frank Hoffmanns Inszenierung von Taboris Demonstration als energiegeladener Darsteller begeistert.

 

 

Hier wird Migration von innen geschildert. Und das berührt.

Besetzung
Regie Michael Ojake

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