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Du hörtest mein Gras wachsen

Renaissance-Th., Bruckner-Foyer

bis 26. Sep 2017
Renaissance-Th., Bruckner-Foyer
Hardenbergstr. 6
10623 Berlin

Mascha Kaléko

 

1955 - Mascha Kaléko kehrt nach Berlin zurück. Eine viel zu viel Gereiste ist dem Damals auf der Spur: ihrem Erfolg als populärste Lyrikerin der frühen Dreißiger Jahre, in der Stadt, in der sie einst zuhause war im Warten auf das so genannte Glück. Jene Stadt, in der sie sich für den einen entschied, obwohl sie den Ring des anderen trug. Jene Stadt, in der sie zum Niemand im Niemandsland wurde - als Jüdin, deren Gedichte nicht länger gedruckt werden durften. Aber dann Szenenwechsel: New York...

Eine Frau singt und spricht vom Pulsschlag ihrer Zeit, von Sehnsucht, von großen Umwälzungen und kleinen Sprüngen. Das Vibraphon begleitet sie in allen Lebenslagen schwebend, melancholisch und keck.

In dem wunderbaren Ambiente des Bruckner-Foyers erleben Sie ein musikalisch-literarisches Zeitmosaik voll Sprachwitz und Scharfsinn, ein Klang-Varieté aus Chanson, Lied, Schlager und Melodram.

 

Mascha Kaléko, 1907 in Galizien geboren, eroberte sich mit ihren Versen als „Philosophin der kleinen Leute“ schon früh das literarische Berlin. 1938 emigrierte sie in die USA, 1960 ging sie nach Israel und starb 1975 in Zürich. Der moderne Tonfall ihrer Werke z.B. „Das Lyrische Stenogrammheft“ oder „Verse für Zeitgenossen“ bezaubert bis heute.

„...haben Sie Dank für Ihre ausdrucksvollen Gedichte, an denen ich eine gewisse aufgeräumte Melancholie am meisten liebe. ...ich wollte doch, Ihre wohllautend-mokante Stimme erklänge auch wieder in Deutschland,“ schrieb Thomas Mann.

 

Spieldauer ca. 1:50 h, eine Pause

Besetzung
Idee, Auswahl und Konzeption Regine Gebhardt
Michael Hoffmann
Regie Michael Hoffmann
Mit Regine Gebhardt und Olaf Taube (Vibraphon)

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