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Don Carlo

Staatsoper im Schiller Theater

Foto  © Musik Theater
bis 26. Mai 2017
Staatsoper im Schiller Theater
Bismarckstr. 110
10625 Berlin

Giuseppe Verdi

 

Bis zum Zerreißen steht die königliche Familie in Giuseppe Verdis „Don Carlo“ unter Druck, liebt doch der Sohn die junge Frau, die sein verwitweter Vater aus politischen Gründen heiratet. In diesem „Familiengemälde in einem fürstlichen Hauße“, wie Schiller sein Drama bezeichnete, das dem Libretto als Vorlage diente, gibt es keine Handlungen, die Privatsache sind. Die Staatsräson, verkörpert in der Gestalt des Großinquisitors, ist der Imperativ, dem sich auch die Mitglieder des Herrscherhauses beugen müssen.

 

Philipp Himmelmann zeigt in seiner Inszenierung des „Don Carlo“ Familie als klaustrophoben Kosmos. Der Tisch, an dem die Familienmitglieder zusammentreffen, wird zum Ort der Unausweichlichkeit, an dem sich die widersprechenden Emotionen verdichten, bis die Situation eskaliert. Johannes Leiacker schuf dazu einen Bühnenraum, der mit quasi-filmischen Blenden das jähe Aufeinanderprallen des Privaten mit dem Öffentlichen sinnfällig werden lässt.

 

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Besetzung
Inszenierung Philipp Himmelmann
2004
Musikalische Leitung Massimo Zanetti
Bühnenbild Johannes Leiacker
Kostüme Klaus Bruns
Staatsopernchor
Staatskapelle Berlin

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