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Die Räuber

RambaZamba Theater

bis 5. Nov 2017
RambaZamba Theater
Schönhauser Allee 36-39
10435 Berlin

nach Friedrich Schiller

 

Das Gesetz hat noch keinen

großen Mann gebildet,

aber die Freiheit brütet Kolosse

und Extremitäten aus.

(Friedrich Schiller)

In unserem System der Unversehrten, der Richtig-Macher, der Wohlerzogenen, der Erfolgreichen und Kapitalisten sind Unvernunft und Vernunft strikt voneinander getrennt. Mehr noch. Sie sind sich eine gegenseitige Bedrohung. Wir leben in einer durchrationalisierten Welt, in welcher der irrationale Mensch stets der Wahnsinnige ist.

Durch seine Unvernunft verrückt er das Bild der Perfektion in nicht gewollte Bahnen.

„Die Räuber“ mit ihrem Anführer Karl Moor sind die Irren, die Unvernünftigen. Sie sind diejenigen, die es leid sind, allenfalls teilhaben zu dürfen an der pseudoliberalen, kapitalistischen Gesellschaft der Vernunft. Die Räuber frönen der Wollust, der Völlerei, der Langsamkeit und Ineffizienz. Sie sind die Zuspitzung des Punks und des

Nonkonformismus. Um frei zu sein und eine Gesellschaft nach ihren Maßstäben zu kreieren, gehen sie über Leichen. Ihre radikalen und menschenverachtenden Mittel gleichen denen von Franz Moor, jenem Bruder Karls, den der lebenslange Liebesentzug des Vaters zum Lügner, Intriganten und Mörder gemacht hat.

 

„Die Räuber“ liest sich wie ein Angriff auf eine Welt, in der die Freiheit und die Liebe dem Profit weichen müssen. Es stehen sich zwei Welten gegenüber: das Establishment im Schloss des Patriarchen Moor mit seinem zweitgeborenen Sohn Franz sowie der von beiden Söhnen geliebten Amalia. Sie steht für das Prinzip des

Emotionalen, der Liebe, das in dieser Welt keine Chance hat. Auf der anderen Seite stehen die „Irren“, die Rebellen mit ihrem Anführer Karl – die Beraubten der Freiheit, welche selbst zu Räubern werden.

Was folgt ist ein Kampf im vermeintlichen Namen der Freiheit, angetrieben von Neid, Verlust und Hass. Das, was am Ende bleibt, ist die Entscheidung zwischen der Freiheit oder dem Tod. Der Rest ist Schweigen.

Besetzung
Regie Jacob Höhne
Bühne Thomas Bo Nilsson und Julian Eicke
Kostüm Beatrix Brandler
Chorleitung Bernd Freytag
Dramaturgie Kristina Ohmen
Mit RambaZamba Ensemble und Almut Zilcher
Gisela Höhne
Claudia Burckhardt
Blanche Kommerell
Antonia Bill
Johanna Peine

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