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Die Nase

Komische Oper Berlin

bis 14. Jul 2018
Komische Oper Berlin
Behrenstr. 55-57
10117 Berlin

Dmitri D. Schostakowitsch

 

nach der gleichnamigen Erzählung von Nikolai W. Gogol

Libretto von Dimitri D. Schostakowitsch, Jewgeni I. Samjatin, Georgi D. Ionin und Aleksandr G. Preis

Deutsche Textfassung von Ulrich Lenz

Koproduktion mit The Royal Opera House Covent Garden, der Opera Australia und dem TeatroReal, Madrid

 

Als Don Giovanni gibt er den exaltierten bösen Clown, als jugendlicher Onegin verspielt er sein Liebesglück – nun zeigt Ensemblemitglied Günter Papendell eine weitere Facette seines Könnens: als eitler, nasenloser Kollegienassessor Kowaljow in Dmitri Schostakowitschs eigenwilliger Vertonung der grotesk-absurden Erzählung von Nikolai Gogol. Barrie Koskys umjubelte Debüt-Inszenierung am Royal Opera House Covent Garden ist nach einer Zwischenstation in Sydney nun auch in Berlin zu erleben.

 

Eines schönen Morgens nach durchzechter Nacht muss Kollegienassessor Kowaljow erschrocken feststellen, dass ihm seine Nase abhanden gekommen ist. Verzweifelt macht er sich auf die Suche. Eine andauernde Nasenlosigkeit würde das gesellschaftliche Aus für ihn bedeuten! In der Kathedrale glaubt er, seiner Nase zu begegnen, doch kann er sie nicht überzeugen, bei ihm zu bleiben. Von allen verspottet und verlacht, jagt Kowaljow wie in einem Albtraum dem unabhängig gewordenen Körperteil hinterher, bekommt es jedoch nie zu fassen. Endlich wird ihm die Nase vom Polizeioberhauptmeister höchstpersönlich zurückgebracht, doch will sie nicht im Gesicht haften bleiben! Nach weiteren demütigenden Erfahrungen befindet sich der widerspenstige Gesichtserker schließlich so plötzlich, wie er verschwunden war, wieder an seinem Platz – wo er hoffentlich auch bleibt.

Steppende Nasen, fahrende Rikscha-Tische, knallbunte Kostüme zwischen Folklore und Historismus in einem kühlen, trotz seiner Größe klaustrophobisch wirkenden Raum – Barrie Kosky inszeniert die surrealistische Geschichte um die Verlustängste und die Paranoia eines kleingeistigen Emporkömmlings als revueartiges Kaleidoskop der Eitelkeiten, eine verstörende Mischung aus „Wozzeck“ und „Alice im Wunderland“.

Besetzung
Inszenierung Barrie Kosky
Musikalische Leitung Ainars Rubikis
Choreographie Otto Pichler
Bühnenbild | Licht Klaus Grünberg
Kostüme Buki Shiff
Dramaturgie Ulrich Lenz
Chöre David Cavelius
Mit Günter Papendell
Jens Larsen
Rosie Aldridge
Alexander Kravets
Alexander Lewis
Ivan Turšic
Ursula Hesse von den Steinen
Mirka Wagner
Christiane Oertel
Christoph Späth

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