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Der kaukasische Kreidekreis

Berliner Ensemble

 © Matthias Horn
bis 25. Dez 2017
Berliner Ensemble
Bertolt-Brecht-Platz 1
10117 Berlin

Bertolt Brecht

 

Die Handlung im Kreidekreis ist modellhaft klar und dialektisch schön: Bei einer Revolution lässt die fliehende Gouverneursfrau ihr Baby zurück. Ihre Magd Grusche findet das Kind und überlegt eine Nacht lang, ob sie als alleinstehende Frau im Krieg ein kleines Kind retten kann. Sie entscheidet sich für das Kind. Auf der Flucht gerät sie in immer größer werdende Schwierigkeiten an deren Ende sie vor ein Gericht gestellt wird, da die Gouverneursfrau ihr Kind zurückhaben will. Die Zeiten haben sich wieder geändert, jetzt ist das Kind der Erbe eines großen Vermögens.

 

Doch kurz bevor die alte Herrschaft die Zügel wieder fest im Griff hat, gibt es eine kurze Zeit der Anarchie, in der der Richter Azdak herrscht. Seine Richtersprüche sind gefürchtet bei den Reichen und ein Segen für die Armen. So erfindet er für den Fall, dass die biologische aber herzlose Mutter ihr Kind zurückfordert, den salomonischen Kreidekreis neu.

 

Die Frage, die hier verhandelt wird, ist von ebenso großer Schlichtheit wie politischer Eindringlichkeit: Wem gehört die Welt? So ist es kein Zufall, dass Bertolt Brecht, als das Berliner Ensemble 1954 endlich das Theater am Schiffbauerdamm bespielen darf, als erstes den „Kaukasischen Kreidekreis“ inszeniert. Michael Thalheimer wird als Hausregisseur regelmäßig am Berliner Ensemble arbeiten. Seine bisherigen Inszenierungen sind in dem neuen Buch von Hans-Dieter Schütt „Michael Thalheimer“ in zahlreichen Gesprächen, Texten und Fotos dokumentiert.

 

Besetzung
Regie Michael Thalheimer
Bühne Olaf Altmann
Kostüme Nehle Balkhausen
Musik Bert Wrede
Dramaturgie Bernd Stegemann
Mit Stefanie Reinsperger
Ingo Hülsmann
Tilo Nest
Nico Holonics
Sina Martens
Carina Zichner
Veit Schubert
Sascha Nathan
Peter Luppa

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