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Decamerone

Deutsches Theater

Decamerone © Ira Polyarnaya
bis 10. Okt 2021
Deutsches Theater
Schumannstraße 13 a
10117 Berlin

nach Motiven von Giovanni Boccaccio in zehn Geschichten

 

Deutsch von Yvonne Griesel

 

Wiederaufnahme der erfolgreichen Koproduktion mit dem Gogol-Center Moskau

 

Es gilt als die Bibel des Erzählens schlechthin und eines der großen Geschichtenarsenale der Weltliteratur: Giovanni Boccaccios Decamerone, verfasst in den Jahren zwischen 1349 und 1353. Seine Rahmenhandlung setzt mit der Pest in Florenz ein, vor der zehn junge Frauen und Männer auf einen Landsitz vor der Stadt fliehen. Dort erzählen sie sich zehn Tage lang jeweils zehn Geschichten (Decamerone heißt übersetzt: „Zehn-Tage-Werk“). Es sind allesamt Überlebenserzählungen, die die leidenschaftliche Liebe feiern. Aus den insgesamt 100 Novellen hat der russische Regisseur Kirill Serebrennikov zehn Geschichten für zehn deutsche und russische Spieler_innen ausgewählt und ins Heute übertragen. Nicht auf einem toskanischen Landgut, sondern in einem profanen Gymnastikraum treffen Figuren unterschiedlichen Alters und sozialer Herkunft aufeinander. Hier trainieren auch fünf alte Frauen ihre Körper – Routinen gegen das Altern, den Tod. Die Bedrohung ist nicht in einem Außen verortet, sondern in der vergänglichen und verletzlichen Physis. Damit verschiebt Kirill Serebrennikov den Fokus von der antiklerikalen, subversiv erotischen Ausrichtung hin zu einer unheimlichen, existentiellen Körper- und Zeitbetrachtung, musikalisch strukturiert durch den Wechsel der Jahreszeiten. Was hat noch Bedeutung angesichts der Vergänglichkeit? Die Liebe. Das gesprochene Wort.

 

Kirill Serebrennikov, Theater- und Filmregisseur, Leiter des Moskauer Gogol-Center, ist in Deutschland bisher vor allem als Opernregisseur in Erscheinung getreten. „Decamerone“ wird seine erste Schauspielinszenierung hierzulande sein, gemeinsam entwickelt mit einem gemischten Ensemble und künstlerischen Team aus Moskau und aus Berlin.

Besetzung
Regie | Bühne Kirill Serebrennikov
Chefchoreograph Evgeny Kulagin
Kostüme Tatjana Dolmatovskaja
Komposition | Musikalische Leitung Daniel Freitag
Video Ilya Shagalov
Licht Robert Grauel
Sergey Kucher
Regieassistenz Anna Shalashova
Dramaturgie Birgit Lengers
MIt Filipp Avdeev
Yang Ge
Christian Grashof
Marcel Kohler
Georgiy Kudrenko
Jeremy Mockridge
Aleksandra Revenko
Georgette Dee
Almut Zilcher
Regine Zimmermann
Musiker_innen Daniel Freitag
Isabelle Klemt
Maria Schneider

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