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Montagskultur

Das Clavichord

Kulturvolk Freie Volksbühne Berlin

 © Promo
23. Apr 2018
Kulturvolk Freie Volksbühne Berlin
Ruhrstr. 6
10709 Berlin

Ein Konzert- und Informationsabend rund um ein (fast) vergessenes Instrument

 

Das Klavier, das an diesem Abend die tragende Rolle spielt, hatte sehr wenig zu tun mit dem, was wir heutzutage unter „Klavier“ verstehen, sondern es war das Clavichord. Ein Tasteninstrument, das im 19. Jahrhundert in Vergessenheit geriet, vorher aber durch mindestens fünf Jahrhunderte hinweg zum Standard der Musizierpraxis gehörte. Wenn beispielsweise im Umkreis J.S. Bachs und seiner Söhne von „Clavier“ die Rede ist, war bis auf wenige Ausnahmen das Clavichord gemeint. Insbesondere dem reisenden „Clavierspieler“ erschien das Clavichord von unschätzbarem Vorteil, vor allem wegen seiner bescheidenen Abmessungen und des vergleichsweise geringen Gewichts. Leopold Mozart erwähnt in einem Brief sein „artiges Clavierl“, auf dem auch Sohn Wolfgang Amadeus später fleißig spielte. Dieses Instrument existiert sogar heute noch und ist im Nationalmuseum in Budapest zu sehen.

Im letzten Jahrhundert erlebte das Clavichord eine Renaissance und wird heute wieder in CD-Produktionen sowie in Konzerten gespielt.

Thomas Bregenzer, langjähriger Präsident der Deutschen Clavichord Societät, wird zwei Instrumente aus verschiedenen Jahrhunderten vorstellen. Jaroslav Tuma aus Prag, der bereits eine Vielzahl Clavichord-CDs produziert hat, wird die Zuhörer auf einen Streifzug durch die Geschichte der Clavichordmusik mitnehmen, von Renaissance über Barock bis zum frühen 20. Jahrhundert.

Besetzung
Mit Jaroslav Tuma und Thomas Bregenzer

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