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Ben Becker: Affe

Admiralspalast

Ben Becker © Fritz Brinckmann
bis 20. Feb 2020
Admiralspalast
Friedrichstr. 101-102
10117 Berlin

Wie kein zweiter Schauspieler stellt er sich bedingungslos den großen Fragen – zuletzt in „Ich, Judas“, seinem Sensationserfolg mit weit mehr als 100.000 begeisterten Zuschauern.

 

Eine „Offenbarung“ – wie es in den sich überschlagenden Pressestimmen hieß, die durchweg die Ausnahmestellung von Ben Becker unterstreichen: nicht nur als charismatischem Schauspieler, sondern als einem Kämpfer für seine Figur und Sache, der die Schallmauer durchbricht vom Spiel zum Sein.

 

Auf das Menschheitsthema Verrat und Schuld in „Ich, Judas“ folgt nun die existentielle Frage nach der menschlichen Natur: Der Mensch stammt bekanntlich vom Affen ab, und der Weg vom Dschungel in die Städte scheint ein weiter gewesen zu sein. Doch wie nah oder fern ist das Animalische wirklich, das im Alltag unterdrückt und bekämpft wird? Wie viel Beherrschung und Dressur ist nötig, um einen Gorilla in einen Anzugträger zu verwandeln? Und wer ist wessen Opfer?

 

Niemand geringerer als die Literaturikone Franz Kafka hat mit seinem Affenmenschen-Monolog „Ein Bericht für eine Akademie“ diesen Riss zwischen Natur und Kultur spürbar und spielbar gemacht: anhand eines für Hagenbecks Tierpark gefangenen Affen, genannt „Rotpeter“, der schmerzhaft lernen musste, was es heißt, ein Mensch zu sein. Jetzt soll vor einer erlesenen Zuhörerschaft Rechenschaft ablegen über sein „äffisches Vorleben“. Doch das Martyrium seiner Anpassung an die vermeintliche Krone der Schöpfung stellt viele Wert- und Vorurteile auf den Kopf.

Besetzung
Regie & Schauspiel Ben Becker
Künstlerische Leitung Marike Moiteaux
Dramaturgie John von Düffel

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