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Arsen und Spitzenhäubchen

Berliner Kriminaltheater

 © Herbert Schulze
bis 27. Jan 2018
Berliner Kriminaltheater
Palisadenstr. 48
10243 Berlin

Joseph Kesselring

 

Familie ist die Hölle. Provinz ist die Hölle. Joseph Kesselrings „Arsen und Spitzenhäubchen“ handelt von einer Familie in der Provinz.

 

Zur Personage gehören u.a. die beiden reizenden alten Damen Emmy und Martha Bruster, ihr seelisch leicht desorientierter Neffe Erich, der frustrierte Theaterkritiker Mortimer, zwei Berufsmörder, ein spätes Mädchen, ein Dorfpfarrer und alle sind sie irgendwie miteinander verwandt oder verschwägert.

Die Handlung dieses Klassikers des Schwarzen Humors besteht im Wesentlichen darin, dass eine Menge Leute versucht, eine Menge Leichen durch ein Haus zu manövrieren, ohne es einander merken zu lassen.

 

Das Arsen macht dem Zuschauer dabei keine Angst, es sind die Spitzenhäubchen, die ihn amüsiert das Fürchten lehren. Denn das Gruselige sind nicht die Mordtaten, sondern die entsetzliche Normalität und Biederkeit der Täter(innen), der Horror der kleinbürgerlichen Überschaubarkeit und dessen, was dahinter lauert.

 

Nichts kann angsteinflößender sein als ein gepflegter Vorgarten. Nichts verbirgt mehr als eine reinliche Fassade. Und nichts ist komischer als eine Komödie alten Stils mit allem, was dazugehört:

Leichen im Keller, Leichen in der Küche, viele offene und verschlossene Türen, Truhen und Bodenklappen. Treppen, Stiegen und Winkel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Besetzung
Regie Wolfgang Rumpf
Ausstattung Manfred Bitterlich
Mit Anette Felber und Vera Müller
sowie Gundula Piepenbring, Peter Groeger, Thomas Hailer, Ulrich Voß,
André Zimmermann u.a.

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